Die Kohlenstoffkreisläufe|und der Mensch

Geozyklus

Neben dem verhältnismäßig schnellen biologischen Kohlenstoffkreislauf gibt es den langsamen geologischen, der eine Umlaufzeit von mehreren Millionen Jahren hat. Er hängt ab von zwei Dingen: von einer geologisch aktiven Erde und vom Vorhandensein flüssigen Wassers. Durch die geologische Dynamik der Erde werden organische Sedimente und Kalk in große Tiefen versenkt. Dort wird durch die Hitze CO2 abgespalten. Es gelangt über Vulkane und Gesteinsritzen zurück in die Atmosphäre.

Biozyklus

CO2 wird von den Pflanzen (bzw. dem Phytoplankton in den Ozeanen) durch Photosynthese aufgenommen. An Land wird der Kohlenstoff in Böden abgelagert. Pflanzen werden von Pflanzenfressern gefressen, die ihrerseits von Fleischfressern vertilgt werden. Tiere aber auch Pflanzen erzeugen bei der Atmung CO2. Schließlich sterben Pflanzen und Tiere und werden von Mikroorganismen zerlegt. CO2 wird wieder freigesetzt. Der Biozyklus wird als „schneller Kohlenstoffkreislauf“ bezeichnet, da die Prozesse im Zeitrahmen von wenigen Tagen bis zu wenigen zehntausend Jahren ablaufen.

Menschliche Eingriffe

Der Mensch greift seit der Industrialisierung sowohl in den langsamen wie auch in den schnellen Kohlenstoffkreislauf ein. Er baut Kalkstein ab und brennt Zement, wobei CO2 freiwird. Er entnimmt Erdöl, Erdgas und Stein- oder Braunkohle und verbrennt diese. Nicht zuletzt rodet er Wälder und verhindert damit die Bindung von CO2. In wenigen Tagen werden dabei Ressourcen verbraucht, deren Enstehung Jahrmillionen gedauert hat.