Braunkohle

Durch Methan-Ausgasungen am Meeresgrund gelangte vor etwa 65 Millionen Jahren viel Treibhausgas in die Atmosphäre. Riesige, subtropische Wälder entstanden – aus ihnen bildeten sich die Braunkohlelagerstätten, die wir heute nutzen. In den Wäldern in Mitteleuropa lebten Elefanten, Urpferde, Riesenschlangen und Krokodile. Die starke CO2-Entnahme der Pflanzen förderte die kontinuierliche Abkühlung des Klimas. Dies und andere Faktoren führten dazu, dass es 2,6 Millionen Jahre vor heute zu einer Eiszeit kam.

Ein Blattrest einer Fächerpalme. Subtropische Pflanzen gediehen zur Zeit der Braunkohle vielerorts in Deutschland.

Pflanzenfresser

Die Deinotherien waren Vorläufer der Elefanten. Viele Tierarten dieser Gruppe lebten auch in Deutschland. Ihre Zähne eigneten sich zum Zerquetschen von Blättern. Heutige Elefanten ernähren sich hingegen vor allem von Gräsern und haben glatte, geriffelte Mahlzähne.

Auch Zimt gedieh zur Zeit der Braunkohle in Deutschland. Hier ein Zimtbaum.

Messel

In Messel bei Darmstadt wurde von 1885 bis 1962 Ölschiefer gebrochen. Man hat ihn erhitzt – das Erdöl wurde aufgefangen und destilliert. In dem Schiefer fand man viele einzigartige Fossilien. Sie sind 50 Millionen Jahre alt und stammen aus einer Zeit, als die Grube ein tiefer See in einem subtropischen Wald war. Einige der Fossilien wurden geborgen, die meisten verschwanden in den Öfen. Insgesamt wurden in Messel 1 Millionen Tonnen Rohöl produziert, was 5 vollgepumpten Öltankern entspricht. Heute ist die Grube Messel „Weltnaturerbe“.

Kapitel 10